Der kompakte Sportler – 35 Jahre Mazda MX-3
MX statt Mainstream: Der Mazda MX-3 wagte 1991 eigene Wege
Vor 35 Jahren präsentierte Mazda den Sportcoupé Mazda MX-3 – ein kompakter Dynamiker mit visionärer Technik und eigenständigem Design. Mit dem Typensignet MX zeichnet Mazda traditionell besonders innovative Modelle aus, ein Erbe, das mit dem Mazda MX-5 (ab 1989) begann und sich 1991 im Mazda MX-3 fortsetzte.
Im März 1991 feierte der Mazda MX-3 sein Weltdebüt auf dem Genfer Automobilsalon – anders als beim MX-5, der zuerst in den USA vorgestellt wurde. Der nur 4,22 Meter lange 2+2-Sitzer basierte auf Komponenten des Mazda 323, zeigte sich aber mit runden, organischen Formen als eigenständiger Vertreter des damals aufkommenden Biodesigns. Anstelle von Klappscheinwerfern setzte der Mazda MX-3 auf ellipsenförmige Scheinwerfer.
Technisch bemerkenswert war vor allem der Motor: Für den Mazda MX-3 entwickelte Mazda einen 98 kW/133 PS starken Sechszylinder in 60-Grad-V-Anordnung mit nur 1.845 cm³ Hubraum – der kleinste Großserien-V6 seiner Zeit. Als Basismotorisierung diente ein 65 kW/88 PS starker 1,6-Liter-Vierzylinder aus dem Mazda 323. Bei konstant 90 km/h verbrauchte der V6 lediglich 7,1 Liter auf 100 Kilometer, ein für damalige Sechszylinder niedriger Wert.
Der Mazda MX-3 setzte auf Frontantrieb und ein Fahrwerkskonzept, das Mazda „Stagility“ nannte – ein Kunstwort aus Stability und Agility. Leichtbau hielt das Leergewicht auf 1.030 bis 1.115 Kilogramm. Bis 1998 blieb der Mazda MX-3 in Produktion, rund 20.000 Einheiten fanden in Deutschland Fans. Heute gilt er als gesuchter Kult-Klassiker und ist im Mazda Classic – Automobil Museum Frey in Augsburg zu sehen.


